Volleyball
Queerfeindlichkeit
Wir machen dein Team stark gegen Hass und Ausgrenzung, indem wir ein volleyballdidaktisch hochwertiges Training mit Methoden der politischen Bildung verbinden. Dadurch ermöglichen wir eine niedrigschwellige Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragen im Rahmen des regulären Vereinstrainings – ohne extra Zeitaufwand und ohne Einbußen der Trainingsqualität. Die 90-minütige Trainingseinheit besteht aus vier Übungen, in denen jeweils sowohl volleyballerische Fähigkeiten trainiert als auch Inhalte zu Queerfeindlichkeit vermittelt werden. Dabei findet dein Team eigene Zugänge zum Thema Queerfeindlichkeit, setzt sich mit unterschiedlichen Erscheinungsformen auseinander und erhält ein tiefergreifendes Verständnis dafür. Anschließend erarbeitet ihr euch eure eigenen Handlungsoptionen für den Umgang mit Queerfeindlichkeit im Volleyball.
Was ist Queerfeindlichkeit?
Queerfeindlichkeit ist eine Diskriminierungsform, die sich durch Ablehnung, Benachteiligung oder Gewalt gegen Menschen, die sich als „queer“ identifizieren, ausdrückt. „Queer“ ist ein Sammelbegriff für Personen, deren sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität nicht den gesellschaftlichen Normen von Heterosexualität oder Zweigeschlechtlichkeit (Mann-Frau) entspricht. Dazu zählen unter anderem lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und nicht-binäre Menschen. Eine weitere bekannte Selbstbezeichnung für Menschen unterschiedlicher queerer Identitäten ist “LGBTQIA+” (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans*sexual/Trans*gender, Queer/Questioning, Inter*sexual und A_romantic/A_sexual). Das Plus steht für alle weiteren sexuellen und geschlechtlichen Identitäten.
Wie zeigt sich Queerfeindlichkeit?
Queerfeindlichkeit kann in unterschiedlichen Formen auftreten, z. B. auf individueller Ebene in Form von Beleidigungen oder abwertenden Kommentaren, die auf die Sexualität, Körper oder Identität von Betroffenen abzielen. Genauso zeigt sie sich auf struktureller Ebene, etwa durch Benachteiligungen im Beruf (z. B. Aufstiegschancen) oder durch gesetzliche Regelungen (z. B. Adoptionsrecht).
Queerfeindlichkeit im Sport
Im Sport drückt sich Queerfeindlichkeit beispielsweise durch die Ablehnung solidarischer Symbole (Regenbogenflagge), homo- und transfeindliche Sprechchöre, ausschließende Regelungen für (Trans-)Athlet*innen oder durch mangelnden Schutz queerer Menschen durch Clubs, Vereine und Verbände aus.
Der erste Schritt der Bekämpfung von Queerfeindlichkeit ist, sich Wissen über die Diskriminierungsform und ihre gesellschaftliche Verankerung anzueignen.
Weiterführende Informationen und Initiativen:
Abkürzungen
Da wir stets männliche, weibliche und diverse Personen mitdenken wollen, verwenden wir bewusst eine geschlechtersensible Sprache unter Verwendung des Gendersternchens (*). Im Sinne der besseren Lesbarkeit verwenden wir folgende Abkürzungen:
SP = Spieler*in(nen)
TR = Trainer*in(nen)
Schiri = Schiedsrichter*in

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