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Volleyball

/

Queerfeindlichkeit

1.

Farbe bekennen

/

25

Min

Meinungsbarometer

  • Sportspezifische Ziele: Technik des oberen Zuspiels verbessern, Abspielen im oberen Zuspiel in Richtung eines Zieles, Fußkoordination und Fußstellung beim Abspiel, Körperhaltung beim Abspiel


    Bildungsziele: Einstieg und Zugang zum Thema, Auseinandersetzung mit eigenen Bezügen und Erfahrungen mit Queerfeindlichkeit, Wahrnehmung und Aushalten von Multiperspektivität

Ihr benötigt
  • 1 Ball pro SP

  • 2 kleine Matten

  • 2 Pylonen (Rot und Grün)

Aufbau
  • Das Volleyballnetz ist aufgebaut

  • 1 Ball pro SP

  • Bodenmarkierungen an den Ecken des Volleyballspielfeldes

  • 2 kleine Matten etwa auf der 3m-Linie

  • 2 Pylonen (Rot und Grün für ja/nein) entlang des Netzes oder entlang der Seitenlinie bilden das Meinungsbarometer

Um die pädagogischen Inhalte bestmöglich umzusetzen, empfehlen wir euch vor Trainingsbeginn unsere Didaktischen Hinweisen nochmal durchzulesen

  • Diese Übung besteht aus sechs aufeinander aufbauenden Aussagen, welche die SP in die Lage versetzen sollen, ihre Lebensrealität mit dem Thema zu verknüpfen und eigene Erfahrungen mit Queerfeindlichkeit (oder anderen Diskriminierungsformen) zu artikulieren. Wichtig ist es herauszustellen, dass es bei der Übung nicht um "richtig oder falsch" geht, sondern um das Sichtbarmachen verschiedener Perspektiven und Standpunkte. Es gibt die Möglichkeit, im Laufe des Austausches den Standpunkt zu wechseln. Das Begründen des Standpunkts auf dem Barometer ist freiwillig und soll nicht diskutiert oder infrage gestellt werden.

    Im Anschluss an die Übung kann die*der TR mit Hilfe der Hinweise zu den jeweiligen Barometeraussagen ein kurzes Gespräch über die Übung und die Inhalte anregen.

Ablauf
  1. Die SP stellen sich an der 3m-Linie auf beiden Seiten in Reihen hintereinander auf, der Blick geht in Richtung der kleinen Matte auf der gegenüberliegenden Seite. Alle haben einen eigenen Ball.

  2. Der Ball wird über sich selbst angeworfen und dann über das Netz möglichst auf die Matte gepritscht.

  3. Die*Der SP läuft dem eigenen Ball hinterher und stellt sich auf der anderen Seite wieder an.

  4. Nachdem alle SP mindestens einmal dran waren, gibt es ein Stoppsignal und die*der TR ruft eine Aussage von außen herein (siehe 6 Beispielaussagen unten)

  5. Die SP positionieren sich anschließend zu der Aussage auf dem Meinungsbarometer (bei Bedarf 1-2 Probedurchläufe durchführen). Je nach Zeit können dabei 2-4 SP pro Aussage auf freiwilliger Basis zu Wort kommen.

  6. Dieses Schema wird mit unterschiedlichen Variationen und wechselnden Aussagen vier bis sechs Mal wiederholt.

Variationen

Variation 1: Den Ball nach dem Pass über das Netz einsammeln und Sprints oder Laufschule bis zur Aufschlaglinie der gegenüberliegenden Seite machen.


Variation 2: Ein*e Zuspieler*in wird eingebaut mit dem Blick zur*m ersten SP in der Reihe. Die*Der SP spielt den Ball zur*m Zuspieler*in, bekommt den Ball zurück und spielt diesen über das Netz möglichst auf die kleine Matte.


Variation 3: Nachdem die*der SP den Ball über das Netz gespielt hat, werden die Positionen weitergegeben. Zuspieler*in holt den Ball und stellt sich in Reihe hinten an. Die*der SP wird zur*m neuen Zuspieler*in.


Variation 4: Die Zielmatten können beliebig verschoben werden. Beispielsweise können nach drei Aussagen die Matten ans andere Ende des Netzes verschoben werden, um das Zuspiel aus der entgegengesetzten Richtung zu üben.


Variation 5: Die dritte Ballberührung kann im Sprung ausgeführt werden, je nach Leistungsstand auch mit Stemmschritt.

Aussagen
  • Ice-Breaker: z.B. “Mein Team ist das beste der Welt.”/”Unser Team wird diese Spielzeit aufsteigen.”

    • Hinweis: Diese Aussage kann je nach Kontext des Trainings angepasst werden und dient dazu, einen lockeren Einstieg und das Einüben der Aufgabe zu ermöglichen.

  • Diskriminierung ist im Sport weit verbreitet.

    • Hinweis: Mit dieser weit gefassten Frage soll den SP die Möglichkeit angeboten werden, ihre Bezüge zum Thema sichtbar zu machen und ggf. auch eigene Diskriminierungserfahrungen zu teilen. Zudem bietet es sich an, zu fragen, was genau unter “Diskriminierung” zu verstehen ist.

  • Das Wort „schwul“ ist eine Beleidigung.

    • Hinweis: Zunächst ist „schwul“ keine Beleidigung, sondern eine Bezeichnung für Männer, die sich emotional und/oder sexuell zu Männern hingezogen fühlen. Allerdings wird das Wort häufig in einem beleidigenden Kontext verwendet. „Schwul“ steht dabei für eine vermeintlich verweichlichte Männlichkeit und wird als Beleidigung genutzt, um jenen Männern das “Mann-sein” abzusprechen. Als Beleidigung genutzt ist der Begriff daher queerfeindlich.

  • Ich finde es wichtig, geschlechtliche Vielfalt im Sport sichtbar zu machen.

    • Hinweis: Jeder fünfte queere Mensch in Deutschland verzichtet auf die Teilnahme an Sportangeboten aus Angst, diskriminiert zu werden. Im Fußball beispielsweise ist Queerfeindlichkeit nach Sexismus und Rassismus die dritthäufigste verbale und tätliche Diskriminierungsform. Wie offen und sicher mit geschlechtlicher Vielfalt umgegangen wird, hängt noch immer von den Strukturen in der Gesellschaft und den Strukturen des Sports ab.

  • Ich habe im Volleyball schon mal Queerfeindlichkeit mitbekommen.

    • Hinweis: Auch im Volleyball fehlt häufig das Bewusstsein für Queerfeindlichkeit und dessen konkrete Erscheinungsformen. Wenn die SP sich hier alle bei “nein” positionieren, ist das ggf. ein Zeichen dafür, dass es dazu noch mehr Sensibilisierung braucht, für die im Laufe des pädagogischen Trainings Raum gegeben werden sollte und es bietet sich an, die Frage auf “Diskriminierung” allgemein auszuweiten.

  • Ich weiß, wie ich bei einem queerfeindlichen Vorfall reagieren kann.

    • Hinweis: Es können erst einmal Gedanken, Ideen und Handlungsvorschläge der SP gesammelt werden. Falls konkrete Situationen genannt werden, mit denen die SP nicht umzugehen wissen, ist das kein Problem. Umgangsstrategien sind der Schwerpunkt der 3. und 4. Übung – ggf. können hier die eingebrachten Situationen aufgegriffen und besprochen werden.

  • Wenn die Zeit knapp wird, kann diese These ggf. weggelassen werden.

1.
Farbe bekennen
25
Min
2.
Memory
20
Min
3.
Schiri hat’s nicht gehört
20
Min
4.
Überzahl-Unterzahl
25
Min
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