Handball
Antisemitismus
Wir machen dein Team stark gegen Hass und Ausgrenzung, indem wir ein handballdidaktisch hochwertiges Training mit Methoden der politischen Bildung verbinden. Dadurch ermöglichen wir eine niedrigschwellige Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragen im Rahmen des regulären Vereinstrainings – ohne extra Zeitaufwand und ohne Einbußen der Trainingsqualität. Die 90-minütige Trainingseinheit besteht aus vier Übungen, in denen jeweils sowohl handballerische Fähigkeiten trainiert als auch Inhalte zum Thema Antisemitismus vermittelt werden. Dabei findet dein Team eigene Zugänge zum Thema Antisemitismus, setzt sich mit unterschiedlichen Erscheinungsformen auseinander und erhält ein tiefergreifendes Verständnis dafür. Anschließend erarbeitet ihr euch eure eigenen Handlungsoptionen für den Umgang mit Antisemitismus im Handball.
Was ist Antisemitismus?
Antisemitismus ist eine Diskriminierungsform, die sich durch Ablehnung, Ausschluss und Verfolgung von Menschen und (Gemeinde-)Institutionen, die als jüdisch wahrgenommen werden, ausdrückt. Antisemitismus kann sich aber auch gegen nichtjüdische Einzelpersonen richten, wenn diese bspw. in Verbindung mit jüdischen Personen oder Institution steht. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.
Wie zeigt sich Antisemitismus?
Es existieren unterschiedliche Formen von Antisemitismus. Auf individueller Ebene kann sich Antisemitismus bspw. durch abwertende Aussagen und Ausschlüsse von jüdisch markierten Personen zeigen. Auf struktureller Ebene zeigt sich Antisemitismus u.a. durch eingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, durch (Aufrufe zum) Boykott jüdischer Organisationen oder des Staates Israel (“Israelbezogener Antisemitismus”). Antisemitische Stereotype von besonders machtvollen, intriganten Gruppen bilden zudem die Grundlage von den meisten Verschwörungserzählungen. Auch die Verharmlosung oder Leugnung des Holocaust stellen eine Form von Antisemitismus dar.
Antisemitismus im Sport
Im Sport werden antisemitische Bilder und Beleidigungen immer wieder benutzt, um beispielsweise gegnerische Teams oder Sportler*innen abzuwerten. So wird als “Juden” diffamierten Teams oder Spieler*innen - unabhängig davon, ob sie tatsächlich jüdisch sind oder nicht – häufig die sportliche Leistungsfähigkeit abgesprochen oder unfaire Einflussnahme und Manipulation – sowohl bei der Behandlung durch Schiedsrichter*innen als auch vor dem Sportgericht oder durch den Einsatz finanzieller Mittel – vorgeworfen. Besonders betroffen von antisemitischen Angriffen bis hin zu körperlicher Gewalt sind jüdische Einrichtungen wie die Makkabi-Vereine und deren Sportler*innen. Aus diesem Grund müssen Wettkämpfe von Makkabi regelmäßig unter Polizeischutz stattfinden.
Der erste Schritt der Bekämpfung von Antisemitismus ist, sich Wissen über die Diskriminierungsform und ihre gesellschaftliche Verankerung anzueignen.
Weiterführende Informationen und Initiativen:
Abkürzungen
Da wir stets männliche, weibliche und diverse Personen mitdenken wollen, verwenden wir bewusst eine geschlechtersensible Sprache unter Verwendung des Gendersternchens (*). Im Sinne der besseren Lesbarkeit verwenden wir folgende Abkürzungen:
SP = Spieler*in(nen)
TR = Trainer*in(nen)
Schiri = Schiedsrichter*in

Powered by

