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Handball

/

Antisemitismus

1.

Stoßen im Quadrat

/

25

Min

Meinungsbarometer

  • Sportspezifische Ziele: Sicheres Passspiel, Pass-Timing, Bewegen und Orientieren im Raum, Schulung des peripheren Sehens


    Bildungsziele: Einstieg und Zugang zum Thema, Auseinandersetzung mit eigenen Bezügen und Erfahrungen mit Antisemitismus, Wahrnehmung und Aushalten von Multiperspektivität

Ihr benötigt
  • 2 Pylonen (Rot und Grün)

  • pro Quadrat:

    • 1 Ball

    • 5 Hütchen

Aufbau
  • 5 Hütchen pro Quadrat (4x4m)

  • ein Hütchen davon zentral in der Mitte

  • 2 Pylonen markieren das Meinungsbarometer (Rot = stimme nicht zu, Grün = stimme zu)

Um die pädagogischen Inhalte bestmöglich umzusetzen, empfehlen wir euch vor Trainingsbeginn unsere Didaktischen Hinweisen nochmal durchzulesen

  • Im Anschluss an die Übung kann die*der TR mit Hilfe der Hinweise zu den jeweiligen Barometeraussagen ein kurzes Gespräch über die Übung und die Inhalte anregen.   

Ablauf
  1. Die SP teilen sich gleichmäßig auf die äußeren vier Hütchen des Quadrats auf.

  2. SP 1 hat den Ball und läuft auf das Hütchen in der Mitte zu. Kurz bevor sie*er das Hütchen erreicht, passt sie*er den Ball zu SP 2, während diese*r in Richtung des Hütchens in der Mitte läuft. Anschließend läuft SP 1 schnell rückwärts zu ihrem*seinem Hütchen zurück („Stoßen“ – „Rückstoßen“)

  3. SP 2 nimmt den Ball in der Vorwärtsbewegung an und passt den Ball, kurz bevor sie*er beim mittleren Hütchen ankommt, schnell und sauber zur*m nächsten SP.

  4. Nach diesem Muster wird der Ball reihum im Quadrat weitergepasst.

  5. Nach den ersten zwei Durchgängen ruft die*der TR eine Aussage von außen herein (s. Beispielaussagen unten), woraufhin die SP eine Runde um ihr jeweiliges Quadrat joggen und sich anschließend zu der Aussage auf dem Meinungsbarometer positionieren.

  6. Die TR nutzen die Erholungspause und besprechen mit den SP die Aussage und ihre Positionierungen. Je nach Zeit können dabei 2-4 SP pro Aussage zu Wort kommen.

  7. Dieses Schema wird mit unterschiedlichen Passvorgaben (z. B. Pass in andere Richtung, Pass mit schwächerer Hand, Richtungswechsel nach jeder Runde, Bodenpass, Pass hinter dem Rücken; Geschwindigkeit erhöhen etc.) und wechselnden Aussagen vier bis sechs Mal wiederholt.

Variationen

Variation 1: Die Vorgabe zur Passrichtung wird aufgehoben. Die*der SP mit Ball ruft, während sie*er nach vorne läuft, den Namen der Person, zu der sie*er gleich passen wird. Die*der aufgerufene SP muss schnell reagieren und dem Pass entgegengehen.


Variation 2: Ein zweiter Ball wird auf der gegenüberliegenden Seite des Quadrats reingegeben und muss nach demselben Muster weitergepasst werden.


Variation 3: Wettkampfvariante mit zwei Bällen: Die SP versuchen die Bälle so schnell zu passen, dass ein Ball den anderen einholt. Ist das gelungen wird die Richtung (oder Passart) gewechselt.

Aussagen:
  • Ice-Breaker-Aussage: z.B. “Mein Team ist das beste der Welt.” / ”Unser Team wird in dieser Spielzeit aufsteigen.”

    • Hinweis: Diese Aussage kann je nach Kontext des Trainings angepasst werden und dient dazu, einen lockeren Einstieg und das Einüben der Aufgabe zu ermöglichen.

  • Diskriminierung ist im Sport weit verbreitet.

    • Hinweis: Mit dieser weit gefassten Frage soll den SP die Möglichkeit angeboten werden, ihre Bezüge zum Thema sichtbar zu machen und ggf. auch eigene Diskriminierungserfahrungen zu teilen. Zudem bietet es sich an, zu fragen, was genau unter “Diskriminierung” zu verstehen ist.

  • Das Wort „Jude“ ist eine Beleidigung.

    • Hinweis: Zunächst ist „Jude“ keine Beleidigung, sondern eine Bezeichnung für männliche Anhänger des Judentums. Allerdings wird das Wort häufig in einem beleidigenden Kontext verwendet. “Jude” als Beleidigung zu verwenden ist antisemitisch.

  • Antisemitismus ist ein Problem der Vergangenheit.

    • Hinweis: Oftmals wird Antisemitismus primär mit der Shoa verbunden und somit in der Vergangenheit verortet. Dass Antisemitismus auch in der Gegenwart ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt, wird nicht immer wahr- und ernstgenommen.

  • Ich habe im Handball schon mal Antisemitismus mitbekommen.

    • Hinweis: Auch im Handball fehlt häufig das Bewusstsein für Antisemitismus und dessen konkrete Erscheinungsformen. Wenn die SP sich hier alle bei “Nein” positionieren, ist das ggf. ein Zeichen dafür, dass es dazu noch mehr Sensibilisierung braucht, für die im Laufe des pädagogischen Trainings Raum gegeben werden sollte. Unter Umständen bietet es sich auch an, die Frage auf Diskriminierung allgemein auszuweiten.

  • Ich weiß, wie ich bei einem antisemitischen Vorfall reagieren kann.

    • Hinweis: Es können erst einmal Gedanken, Ideen und Handlungsvorschläge der SP gesammelt werden. Falls konkrete Situationen genannt werden, mit denen die SP nicht umzugehen wissen, ist das kein Problem. Umgangsstrategien sind der Schwerpunkt der 3. und 4. (Bonus) Übung – ggf. können hier die eingebrachten Situationen aufgegriffen und besprochen werden. Wenn die Zeit knapp wird, kann diese These weggelassen werden.

1.
Stoßen im Quadrat
25
Min
2.
Memory
20
Min
3.
Schiri hat’s nicht gehört
20
Min
4.
Überzahl-Unterzahl
25
Min
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